Acht Schritte, ein Zyklus: der Bauplan für den ersten KI-Prozess

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Acht Schritte führen vom Prozess zum laufenden KI-Werkzeug – kein Projektplan, den man einmal abhakt, sondern ein Zyklus, den man je Prozess erneut durchläuft.

An genau einer Stelle ist die Reihenfolge nicht verhandelbar: Die Prüfmechanismen (Schritt 6) stehen vor dem Piloten (Schritt 7). Das widerspricht dem Reflex, erst zu schauen, was die KI kann, und die Kontrolle danach zuzuschneiden. Ein Pilot ohne festgelegtes Kontrollmuster erprobt nur die halbe Sache – er zeigt, ob die KI den Schritt erledigen kann, und lässt offen, ob die Prüfung praktikabel ist und wer sie leistet. Aufgelöst wird das zweistufig: Im Pilot gilt für jeden Schritt die Einzelfallprüfung; festgelegt wird zugleich das Zielmuster für den Regelbetrieb und die Bedingung, unter der es in Kraft tritt.

Weniger tragfähig ist die Faustregel zur Schrittgröße: 30 bis 90 Minuten Bearbeitungszeit – ausdrücklich ohne wissenschaftliche Grundlage. Was die Forschung stützt, ist die Richtung, nicht die Zahl: Toby Ord zeigt anhand von Benchmark-Daten zu KI-Agenten, dass sich deren Erfolgsquote durch eine konstante Ausfallrate je Bearbeitungsminute beschreiben lässt – längere Aufgaben enthalten mehr Teilaufgaben, und es genügt, eine davon zu verfehlen. Doch ein 50-Prozent-Zeithorizont von X Stunden bedeutet nicht, dass Aufgaben darunter delegierbar wären, und die Messung stammt aus Coding-Benchmarks, keiner Compliance-Praxis. Die ehrliche Fassung der Regel: Schneiden Sie Schritte so, dass jeder eine Aufgabe mit einem prüfbaren Ergebnis enthält – die Zeitspanne ist eine Plausibilitätsprobe für diesen Schnitt, kein Maß.

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