Der Verzeichnisbaum, der einen KI-Prozess trägt: eine Vorlage zum Nachbauen

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Wie legt man das Prozesswissen ab, mit dem eine KI arbeiten soll? Ein Verzeichnisbaum mit vier Ebenen — Prozess, Schritt, Kontext, Fall — genügt dafür vollständig, kein Werkzeug und kein System vorausgesetzt.

Von den sechs Konventionen der Vorlage tragen nur zwei tatsächlich den Bau — die übrigen vier sind Bequemlichkeit, die nichts kostet und viel erspart. Tragend ist erstens die Trennung von Kontext und Ergebnis: Der Kontext-Ordner enthält je Schritt ausschließlich Stabiles — Prozesshandbuch-Referenz, Arbeitsanweisung, Vorlage, Rechts- oder Richtlinien-Referenz —, das Ergebnis liegt daneben, nie darin. Tragend ist zweitens, dass jedes Ergebnis festhält, aus welcher Kontextfassung es entstanden ist — sonst zeigt der Ordner in einem Jahr den heutigen Kontext neben einem alten Ergebnis, und die Auskunft gegenüber einem Prüfer wäre eine bloße Behauptung.

Operative Daten dagegen gehören unter keinen Umständen in den Kontext-Ordner — auch nicht, wenn es gerade praktisch wäre. Ein Budgetstand oder ein Portfolioauszug ist fallabhängig und veraltet lautlos, sobald man ihn hineinkopiert: Ein veralteter Auszug sagt ja nichts Falsches, sondern etwas Richtiges über den falschen Zeitpunkt. Solche Daten gehören zum Fall, nicht zum Kontext, und jede Datendatei trägt deshalb Quellsystem und Stichtag im Namen.

Die konkrete Maßnahme zum Einstieg: Legen Sie den Baum für genau einen Schritt an, bevor Sie ihn für alle anlegen. Beim ersten Ordner zeigt sich, welche Dokumente Ihr Haus tatsächlich hat — nicht welche es laut Ablageverzeichnis haben sollte.

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