Wasserfall, iterativ, agil: Die Phasen bleiben dieselben — nur wie oft, ändert sich

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Wasserfall, iterativ, agil sind keine evolutionären Stufen, sondern gleichberechtigte Anordnungen derselben zwölf Phasen des Software-Lebenszyklus. Es ändert sich nicht, was getan wird, sondern nur wie oft und in welcher Reihenfolge.

Wofür diese Invarianz spricht: Sie macht die KI-Transformation phasen-zentriert beschreibbar, unabhängig vom gewählten Modell. Empirisch bestätigt sich das: Agile Teams verteilen die Arbeit kontinuierlich und reagieren schneller, spezifizieren und testen aber nicht weniger — die Aufwandsanteile pro Aktivität bleiben über das Vorhaben hinweg vergleichbar. COCOMO II zeigt dasselbe für iterative Modelle: Die klassischen Phasen verteilen sich nur anders über die Zeit, das Mengenverhältnis bleibt gleich.

Wogegen die einfache Lesart spricht: Die agile Community widerspricht der Formulierung „ein Sprint enthält im Kleinen dieselben Phasen” entschieden — ein Sprint sei gerade keine Phasenfolge, weil Anforderungsklärung, Implementierung und Test verschränkt statt nacheinander ablaufen; „Sprint als Mini-Wasserfall” gilt zu Recht als Anti-Pattern. Und ein echter empirischer Vergleich agiler mit klassisch geführten Projekten fehlt: Die einzige einschlägige Auswertung stützt sich auf eine sehr kleine Fallzahl und verweigert ausdrücklich die Verallgemeinerung. Dass die Anteile über alle drei Modelle ähnlich bleiben, ist deshalb eine begründete Annahme dieses Buches, kein belegter Befund — eine lohnende Aufgabe für künftige Forschung, keine gesicherte Tatsache.

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