Der Wendepunkt ist jetzt — und Tempo allein liefert keine guten Systeme

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Neun von zehn Softwareentwicklern nutzen bereits KI — ein Wendepunkt, den vier unabhängige Erhebungen (DORA, Stack Overflow, Google/Microsoft-Telemetrie, Gartner) übereinstimmend zeigen. Aber ein Wendepunkt liefert keine guten Ergebnisse, er schafft nur Optionen: Wer schnell und mit Methode handelt, baut schnell gute Systeme; wer schnell, aber ohne Methode agiert, baut schnell schlechte Systeme.

Wofür es spricht: McKinsey zeigt, wie groß der Unterschied bereits ist — das obere Quintil der Unternehmen erreicht 16 bis 30 Prozent Produktivitätsgewinn und 31 bis 45 Prozent höhere Softwarequalität McKinsey & Company 2025. Die Top-Performer haben KI dabei nicht als Werkzeug in die Hand gedrückt, sondern entlang des gesamten Lebenszyklus eingebettet.

Wogegen es spricht: Das Werkzeug allein bewegt nichts. Wer lediglich KI-Zugänge verteilt, ohne Prozesse anzupassen, bleibt unter dem Potenzial — und wer ohne Struktur einfach schneller baut, produziert schneller Fehler. Die Lernkurve wirkt zudem selbstverstärkend: Ein Rückstand von sechs Monaten bleibt in der Zeit konstant, in der Produktivität aber nicht — er wächst, ohne dass der Vorreiter schneller laufen müsste.

Der Unterschied zwischen guten und schlechten Ergebnissen liegt also nicht im Tempo, sondern in der Methode — dem Kern dessen, was dieses Buch unter Agentic Engineering versteht und was den Rest davon trägt.

Mehr zum Buch „Methodologie der KI-gestützten Softwareentwicklung”

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